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Totgeburt bei Zwillingen, Erforschung des optimalen Gestationsalters für die Entbindung: eine retrospektive Kohortenstudie

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Ziel: Bewertung des optimalen Gestationsalters bei der Entbindung für Zwillinge.

Design: Retrospektive Kohortenstudie.

Einstellung: Datenbank mit demografischen, Liefer- und Schwangerschaftsergebnisdaten für über 600.000 Geburten aus 81 Krankenhäusern in Alberta, Kanada.

Bevölkerung: Alle Zwillingsgeburten in Alberta, Kanada, während 1992-2007, wie in den Datenbanken des Alberta Perinatal Health Project aufgezeichnet (www.aphp.ca ).

Methoden: Die Akten wurden auf Todesursache und Informationen zum Gestationsalter bei der Diagnose einer Totgeburt überprüft. Multivariate logistische Regression wurde verwendet, um die Auswirkungen potenziell störender Faktoren zu untersuchen. Der ‚Fetus at Risk‘ -Ansatz wurde verwendet, um das prospektive Risiko einer Totgeburt zu bewerten. Konkurrierende Risiken von Totgeburten und neonatalem Tod wurden mit einem perinatalen Risikoverhältnis bewertet.

Ergebnisse: Von insgesamt 17.724 Zwillingsgeburten gab es 236 antepartale Totgeburten, 26 intrapartale Totgeburten und 244 Todesfälle bei Neugeborenen. Die Totgeburtenrate erreichte bei 7,0 / 1000 gefährdeten Föten nach 38 Schwangerschaftswochen ihren Höhepunkt. Bei der multivariaten Analyse waren die Werte für das Gestationsalter (Odds Ratio, OR 2,2; 95% -Konfidenzintervall, 95% -KI 1,35-3,59), die Geburtsgewichtsdiskrepanz > 20% (OR 2,67, 95% -KI 1,42-5,03) und eine Wechselwirkung zwischen diesen beiden Variablen (OR 2,94, 95% -KI 1,31-6,59) signifikant. Das perinatale Risikoverhältnis deutete darauf hin, dass die Risiken der Entbindung und des erwartungsvollen Managements nach 36 Schwangerschaftswochen ausgeglichen waren (RR 0, 6, 95% CI 0, 1-5, 4), aber das Konfidenzintervall enthielt einen, den Nullwert, bis 38 Schwangerschaftswochen (RR 0, 1, 95% CI 0, 02-0, 40). Die Mehrzahl der Totgeburten zum Termin (14/25) trat bei monochorionischen diamniotischen Zwillingen auf. Das geschätzte Totgeburtenrisiko in dieser Gruppe betrug 2,3 / 1000 gefährdete Feten nach 37 Schwangerschaftswochen und 17,4 / 1000 gefährdete Feten nach 38 Schwangerschaftswochen.

Schlussfolgerungen: Das Risikogleichgewicht zwischen neonatalem Tod / intrapartaler Totgeburt und antepartaler Totgeburt beginnt die Entbindung nach 36 Schwangerschaftswochen zu begünstigen, insbesondere bei monochorialen diamniotischen Zwillingen.

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