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Die biblische Geschichte des Gottesdienstes in weniger als 1.000 Worten

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Der Ausgangspunkt für die meisten Diskussionen über den Gottesdienst beginnt mit dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag. Das heißt, die meisten von uns definieren Anbetung eher nach den Maßstäben unserer persönlichen Erfahrung und Traditionen als nach einer umfassenderen Untersuchung der biblischen Grundlagen der Anbetung. Ironischerweise liegt dies daran, dass die biblischen Grundlagen des Gottesdienstes einen breiten Rahmen oder eine Theologie für den Gottesdienst bieten, aber keinen einzigen Stil oder eine einzige Philosophie, mit der jede christliche Kirche beauftragt ist, ihre Gottesdienstordnungen zu erstellen.

Wo in der Bibel finden Sie Ermahnungen, Orgeln, Trommeln, Videoclips, Geigen oder E-Gitarren zu benutzen oder nicht? Wo in der Bibel wird Ihnen befohlen, Ankündigungen, Drama, reaktionsschnelles Lesen, Ereignisse des christlichen Kalenders oder erläuternde Predigten einzubeziehen oder nicht?

Nichtsdestotrotz hat die Bibel viel über Anbetung zu sagen und bietet eine wichtige Grundlage für die Anbetungsphilosophien und -stile, die wir in unserem Gemeindeleben praktizieren. Zum Beispiel bietet uns ein einfacher historischer Überblick über die Bibel sechs diagnostische Fragen zu unserer Anbetung.

1. Die patriarchalische Frage (2230-1500 v. Chr.): Was haben wir im Gottesdienst zu bieten?
Abraham und die Patriarchen lebten nomadisch. Während sie jedoch reisten, bauten sie Altäre und brachten Gott Opfergaben und Opfer dar.

Beispiele: Genesis 15-Ein Tieropfer von Abraham; Genesis 22- Das Opfer Isaaks; Genesis 28-Jakob und der Traum vom Himmel, der Altar in Bethel.

Wir sollen niemals mit leeren Händen zum Gottesdienst kommen. Wir stellen uns also immer die Frage: Was haben wir im Gottesdienst zu bieten?
2. Die mosaische Frage (1500-1200 v. Chr.): Wie sind wir in die Anbetung involviert?
Diese Periode der biblischen Geschichte ist geprägt von der Einrichtung und Formalisierung von Festen, Festen und spezifischen Ritualen im Gottesdienst.

Beispiel: Passahfest (Exodus 12), Verpflichtung zum Gesetz (Exodus 20) Neuer ORT der Anbetung (Exodus 25-33; Leviticus; Zahlen) Priesterweihe, heilige Feiertage und Versammlungen.

Die Anweisung Gottes an Mose lautete: „Mische dich ein“… und tue es auf sinnvolle Weise. Bleib kein Zuschauer. Wir fragen uns also: Wie engagieren wir uns in unserer Anbetung?

3. Die davidische Frage (1010-970 v. Chr.): Manifestiert sich Gottes Gegenwart in unserer Mitte?
Nach dem Exodus und Josua verfiel die Anbetung. Als König von Israel organisierte David die Anbetungsgemeinschaft neu und leitete mehrere Veränderungen ein.

Beispiel: Instrumentalmusik, rund um die Uhr Gottesdienstleiter am Ort der Anbetung, opferfreie Anbetung, konzentrieren sich auf die Gegenwart Gottes in ihrer Mitte. (d.h. Psalm 63) Leidenschaft und Reinheit in der Anbetung trieben ihn zu einer tieferen Erfahrung Gottes.

So fragen wir mit David unsere Anbetung: Ist Gottes Gegenwart offenbar in unserer Mitte? Ist Gott greifbar erfahren, wenn wir anbeten.

4. Die Frage Salomos (970-586 v. Chr.): Ist unsere Anbetung auf Gott ausgerichtet?
Salomo erhielt die Gabe der Weisheit auf dem Höhepunkt der Macht Israels. In erstaunlicher Pracht wurde der vollendete Tempel der Herrlichkeit Gottes geweiht. Dann begannen die Dinge schief zu gehen. Irgendwie wurde der Tempel wegen seiner Schönheit und Extravaganz mehr angesehen als Gott, für den er gebaut wurde. Fremde Einflüsse, das Fehlen von Gottes Vision und schlechte Entscheidungen führten zur Zerstörung des Tempels und zum Untergang der Nation Israel.

Ihre Erfahrung führt uns zu der Frage, die Salomo nicht mehr stellte: „Ist unsere Anbetung auf Gott ausgerichtet?“

5. Die exilische Frage (586-0 v. Chr.): Findet Anbetung ihren Weg in unsere Häuser und Gemeinden?
Die Abwesenheit von Tempel und Heimat veranlasste die Gläubigen Israels, ihre Anbetung zu erneuern. Hesekiel 36: „Ich werde dein Herz aus Stein entfernen und dir ein Herz aus Fleisch geben.“

Beispiele: Die örtliche Synagoge begann eine Anbetungstradition zu sein. Dies waren (und sind) Gemeindezentren des Glaubens. Orte zum Anbeten, Lernen und Erleben von Gemeinschaft. Auch Häuser waren Versammlungsorte für Anhänger Gottes.

Die Fähigkeit der Menschen, inmitten von Exil und Leid Glauben zu finden, lehrt uns, immer die Frage zu stellen: Findet der Gottesdienst seinen Weg in unsere Häuser und Gemeinschaften?

6. Die neutestamentliche Frage (0-100 n. Chr.): Gestalten wir unsere Anbetung ständig mit Jesus als Mittelpunkt?
Die frühen Christen benutzten zunächst das Synagogenmodell, begannen aber schnell, unterschiedliche christliche Elemente zu bilden. Jesus wurde zum Zentrum der Anbetung und zum Mittelpunkt aller gegenwärtigen und zukünftigen Hoffnungen und Träume. Darüber hinaus gab es eine kontinuierliche Anpassung der bestehenden Anbetungselemente in neue und innovative Formen.

Beispiel: Neue Literatur und Schriften, neue Organisationsformen (1 Timotheus 3:1-13) die Entstehung von Glaubensbekenntnissen.

Ihr Pioniergeist lässt uns die Frage stellen: Gestalten wir unsere Anbetung ständig mit Jesus als Mittelpunkt? Sind wir bereit, unsere Anbetung mit jeder Generation neu zu gestalten, während wir immer noch an der bewährten Theologie und den Ausdrucksformen des Glaubens festhalten – und so aus dem Alten Neues machen?

Um es zusammenzufassen: Es gibt sechs große Epochen der biblischen Geschichte, in denen wir große Veränderungen in der Art und Weise erleben, wie Anbetung betrieben wurde. Sie sind:

1. Die patriarchalische Frage (2230-1500 v. Chr.): Was haben wir im Gottesdienst zu bieten?
2. Die mosaische Frage (1500-1200 v. Chr.): Wie sind wir in die Anbetung involviert?
3. Die davidische Frage (1010-970 v. Chr.): Manifestiert sich Gottes Gegenwart in unserer Mitte?
4. Die Frage Salomos (970-586 v. Chr.): Ist unsere Anbetung auf Gott ausgerichtet?
5. Die exilische Frage (586-0 v. Chr.): Findet Anbetung ihren Weg in unsere Häuser und Gemeinden?
6. Die neutestamentliche Frage (0-100 n. Chr.): Gestalten wir unsere Anbetung ständig mit Jesus als Mittelpunkt?

Wenn wir diese sechs Fragen (und ihre Antworten!) in unsere Anbetungsplanungstreffen werden wir mehr von einem abgerundeten biblischen und historischen Ansatz zur Anbetung reflektieren.

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